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Samstag,
17.10.2026
14.05 Uhr Akademie
Radio, Br Klassik
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BR Klassik Plus: 100 Jahre Karl Richter

BR-Klassik-Redakteurin Sylvia Schreiber im Gespräch mit Hansjörg Albrecht über das weltweite Wirken des internationalen Bach-Botschafters Karl Richter anlässlich seines 100. Geburtstages. 

Beschreibung

Am 15. Oktober 1926 wurde in Plauen/Vogtland der Dirigent, Organist und Cembalist Karl Richter geboren. Nach seiner Ausbildung im Dresdner Kreuzchor sowie in Leipzig bei Karl Straube und Günter Ramin wurde er 1949 mit 23 Jahren Thomasorganist in Leipzig. 1951 blieb er bei einer Reise des Thomanerchores in Zürich und gründete anschließend 1954 den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester. Von München aus entfaltete er in Zeiten des Kalten Krieges eine weltweite Konzerttätigkeit und brachte – unterstützt durch seine Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon – die Musik Johann Sebastian Bachs einem weltweiten Publikum nahe. Eine regelrechte Bach-Renaissance brach aus.

Die BR-Klassik-Redakteurin Sylvia Schreiber und Hansjörg Albrecht, der von 2005-2023 als Nachfolger Richters den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester zu neuem internationalen Ruhm geführt hat, unterhalten sich über viele Aspekte in Richters Leben und seiner Wirkung auf die Wahrnehmung der Bach-Rezeption sowie die ab den 1980er Jahren beginnende Historische Aufführungspraxis, die sich einerseits von Richters emotionaler Bach-Deutung radikal unterschied, andererseits diese als Auslöser und Initialzündung für ihre eigene Entwicklung brauchte.

Diese besondere Klassik-Plus-Sendung ist Teil des umfangreichen Programms von BR Klassik im Rahmen der von Hansjörg Albrecht initiierten Bach-Festwoche München rund um den 100. Geburtstag von Karl Richter.
Die Münchener Bach-Festwoche ist zudem Teil des von Hansjörg Albrecht und der CPE.Bach.Akademie.Hamburg initiierten weltweiten Bach.Netzwerk.Festivals, dessen Abschlusskonzert am 13. Dezember 2026 im Großen Saal der Elbphilharmonie mit Ensembles der CPE.Bach.Akademie.Hamburg unter Albrechts Leitung stattfinden wird. 

Beschreibung

Am 15. Oktober 1926 wurde in Plauen/Vogtland der Dirigent, Organist und Cembalist Karl Richter geboren. Nach seiner Ausbildung im Dresdner Kreuzchor sowie in Leipzig bei Karl Straube und Günter Ramin wurde er 1949 mit 23 Jahren Thomasorganist in Leipzig. 1951 blieb er bei einer Reise des Thomanerchores in Zürich und gründete anschließend 1954 den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester. Von München aus entfaltete er in Zeiten des Kalten Krieges eine weltweite Konzerttätigkeit und brachte – unterstützt durch seine Aufnahmen bei der Deutschen Grammophon – die Musik Johann Sebastian Bachs einem weltweiten Publikum nahe. Eine regelrechte Bach-Renaissance brach aus.

Die BR-Klassik-Redakteurin Sylvia Schreiber und Hansjörg Albrecht, der von 2005-2023 als Nachfolger Richters den Münchener Bach-Chor und das Münchener Bach-Orchester zu neuem internationalen Ruhm geführt hat, unterhalten sich über viele Aspekte in Richters Leben und seiner Wirkung auf die Wahrnehmung der Bach-Rezeption sowie die ab den 1980er Jahren beginnende Historische Aufführungspraxis, die sich einerseits von Richters emotionaler Bach-Deutung radikal unterschied, andererseits diese als Auslöser und Initialzündung für ihre eigene Entwicklung brauchte.

Diese besondere Klassik-Plus-Sendung ist Teil des umfangreichen Programms von BR Klassik im Rahmen der von Hansjörg Albrecht initiierten Bach-Festwoche München rund um den 100. Geburtstag von Karl Richter.
Die Münchener Bach-Festwoche ist zudem Teil des von Hansjörg Albrecht und der CPE.Bach.Akademie.Hamburg initiierten weltweiten Bach.Netzwerk.Festivals, dessen Abschlusskonzert am 13. Dezember 2026 im Großen Saal der Elbphilharmonie mit Ensembles der CPE.Bach.Akademie.Hamburg unter Albrechts Leitung stattfinden wird. 

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Cpeb Chor
CPE.Bach.Chor.Hamburg©Swanhild Kruckelmann
Freitag,
06.11.2026
18.45 Uhr Einführung
19.30 Uhr Konzert
Hamburg, Laeiszhalle
Großer Saal
Freitag,
06.11.2026
18.45 Uhr Einführung
19.30 Uhr Konzert
Hamburg, Laeiszhalle
Großer Saal
Händel: Israel in Egypt

Diese Aufführung ist Teil des Händel-Zyklus der CPE.Bach.Akademie.Hamburg.

Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Israel in Egypt HWV 54, Oratorium für Soli, Chor und Orchester


CPE.Bach.Young Artists:
Laura-Verena Incko Sopran
Maria Hegele Alt
Kilian Brandscherdt Tenor
Jakob Schad Bass

CPE.Bach.Chor.Hamburg
Hamburg.Baroque
Hansjörg Albrecht Cembalo & Leitung

Beschreibung

Erkämpfte Freiheit

Es hätte der Beginn einer wundervollen Völkerfreundschaft sein können: Der begabte Hebräer Josef aus dem ländlich geprägten Kanaan gelangt in Ägypten vom Versklavten zu großem Einfluss am Hof des Pharao. Mit seinem vorausschauenden Handeln trägt er entscheidend dazu bei, das Land vor einer schweren Hungersnot zu bewahren. Aus Dank erlaubt der Pharao Josef, seine gesamte Familie mitsamt ihrem Besitz nach Ägypten zu holen. So siedeln die Vorfahren der zwölf Stämme Israels in der Hoffnung auf Sicherheit und ein besseres Leben nach Ägypten über.

Aus anfänglicher Gastfreundschaft und Toleranz gegenüber den Hebräern wird aber bald Misstrauen, Unterdrückung und schließlich Versklavung. Mit Mose tritt eine Figur auf den Plan, die zwischen Macht und Ohnmacht, Zweifel und Berufung steht. Gott sendet ihn, um sein Volk aus Ägypten zu führen – doch der Pharao verweigert sich. Was folgt, sind die berühmten „Plagen“: Zeichen und Wunder, die nicht nur Natur und Ordnung erschüttern, sondern auch den inneren Zustand eines Herrschers offenbaren, dessen Herz immer härter wird. Blutroter Nil, Frösche, Finsternis und Tod werden zu Bildern für Angst, Hybris und Hoffnung auf Befreiung. Die biblischen Texte erzählen dabei weit mehr als historische Katastrophen: Sie handeln von Machtmissbrauch und Freiheit, von menschlicher Verblendung und göttlichem Eingreifen – Themen, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Egypt entstand 1738 und wurde 1739 in London uraufgeführt. Es gehört zu seinen ungewöhnlichsten Werken, weil der Chor hier eine besonders dominante Rolle übernimmt und die Handlung fast durchgehend trägt. Statt einer opernhaften Abfolge von Arien entfaltet Händel die biblische Exodus-Geschichte in großen Chorszenen und eindrucksvollen Klangbildern, etwa bei den zehn Plagen und beim Durchzug durchs Rote Meer.
Musikhistorisch ist das Werk besonders bemerkenswert, weil Händel mit dramatischer Malerei, kontrastreichen Orchesterfarben und monumentaler Chorarchitektur eine fast oratorische „Kolossalform“ schafft, welche die kollektive Erfahrung des befreiten Volkes ins Zentrum rückt. Gerade darin liegt seine Tiefe: Das Werk verbindet biblische Rettungserzählung, politische Resonanzen und eine hochverdichtete musikalische Rhetorik von Leid, Bedrängnis und Erlösung.

Beschreibung

Erkämpfte Freiheit

Es hätte der Beginn einer wundervollen Völkerfreundschaft sein können: Der begabte Hebräer Josef aus dem ländlich geprägten Kanaan gelangt in Ägypten vom Versklavten zu großem Einfluss am Hof des Pharao. Mit seinem vorausschauenden Handeln trägt er entscheidend dazu bei, das Land vor einer schweren Hungersnot zu bewahren. Aus Dank erlaubt der Pharao Josef, seine gesamte Familie mitsamt ihrem Besitz nach Ägypten zu holen. So siedeln die Vorfahren der zwölf Stämme Israels in der Hoffnung auf Sicherheit und ein besseres Leben nach Ägypten über.

Aus anfänglicher Gastfreundschaft und Toleranz gegenüber den Hebräern wird aber bald Misstrauen, Unterdrückung und schließlich Versklavung. Mit Mose tritt eine Figur auf den Plan, die zwischen Macht und Ohnmacht, Zweifel und Berufung steht. Gott sendet ihn, um sein Volk aus Ägypten zu führen – doch der Pharao verweigert sich. Was folgt, sind die berühmten „Plagen“: Zeichen und Wunder, die nicht nur Natur und Ordnung erschüttern, sondern auch den inneren Zustand eines Herrschers offenbaren, dessen Herz immer härter wird. Blutroter Nil, Frösche, Finsternis und Tod werden zu Bildern für Angst, Hybris und Hoffnung auf Befreiung. Die biblischen Texte erzählen dabei weit mehr als historische Katastrophen: Sie handeln von Machtmissbrauch und Freiheit, von menschlicher Verblendung und göttlichem Eingreifen – Themen, die bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

Georg Friedrich Händels Oratorium Israel in Egypt entstand 1738 und wurde 1739 in London uraufgeführt. Es gehört zu seinen ungewöhnlichsten Werken, weil der Chor hier eine besonders dominante Rolle übernimmt und die Handlung fast durchgehend trägt. Statt einer opernhaften Abfolge von Arien entfaltet Händel die biblische Exodus-Geschichte in großen Chorszenen und eindrucksvollen Klangbildern, etwa bei den zehn Plagen und beim Durchzug durchs Rote Meer.
Musikhistorisch ist das Werk besonders bemerkenswert, weil Händel mit dramatischer Malerei, kontrastreichen Orchesterfarben und monumentaler Chorarchitektur eine fast oratorische „Kolossalform“ schafft, welche die kollektive Erfahrung des befreiten Volkes ins Zentrum rückt. Gerade darin liegt seine Tiefe: Das Werk verbindet biblische Rettungserzählung, politische Resonanzen und eine hochverdichtete musikalische Rhetorik von Leid, Bedrängnis und Erlösung.

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