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Elbe I Stock
Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027
Von Prag bis Helgoland 25.-29. März 2027
Prag I Stock
Prag©istock
Dresden I Stock
Dresden©istock
Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027 als partizipatives Europa-Netzwerkprojekt

 

  • 300 Jahre J.S. Bach: Matthäus-Passion (1727)
  • 40 Jahre Städtepartnerschaft Hamburg  Dresden (1987)
  • 5 Jahre Internationales Bachfest Hamburg (2023)

Anlässlich der drei Jubiläen initiiert im Stil und Geist ihres Namensgebers die 2023 gegründete CPE.Bach.Akademie.Hamburg (Schirmherr: Ton Koopman) mit dem fünftägigen Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest von Gründonnerstag bis Ostermontag (25.-29.3.2027) ein einzigartiges Kultur- und Vernetzungsprojekt. Entlang der Elbe, einem der geschichtsträchtigsten und längsten Flüsse Europas – von Prag über Dresden, Magdeburg und Hamburg bis zur Nordsee – verbindet dieses erste länderübergreifende Ostermusikfest, welches im Rahmen des 5. Internationalen Bachfestes Hamburg stattfindet, historische Klangräume, Orte der Reformation und Gegenreformation, Prachtarchitektur aus der Zeit der Gotik, Renaissance und des Barock, fantastische  Natur und das Element Wasser zu einem beeindruckenden europäischen Kulturraum. Inspiration zu diesem partizipativen Musikfest ist – neben den drei Jubiläen – die Sichtbarmachung Carl Philipp Emanuel Bachs von London bis Moskau im 18. Jahrhundert aufgebauten Vertriebssystem für seine Kompositionen und Lehrbücher, von dem allein 16 Orte an der Elbe liegen.

Dieses Visions-Projekt mit der universalen Musik von Johann Sebastian Bach und seiner vier Söhne, welche mit ihrer von Empfindsamkeit sowie Sturm & Drang gepägten Musik die Wiener Klassik vorbereitet haben, zeigt, dass wir Menschen – ungeachtet von unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen – miteinander im gegenseitig wertschätzenden Dialog, im gemeinsamen Erleben und Reflektieren sein können, wenn wir es wollen. Was unsere Ohren und Augen erreicht, verwandelt auch unser Herz und berührt unseren Geist. Im Sinne des Osterfestes, welches für Neubeginn, Hoffnung und transzendente Erneuerung steht, entfaltet sich ein Projekt, das Brücken baut zwischen Jahrhunderten, Ländern, Kulturen und Menschen. 


Meißen Ohne Spiegel I Stock
Meißen©istock
Magdeburg I Stock
Magdeburg©istock
27 Orte

Diese musikalische Reise entlang der Elbe verbindet 27 Orte, einschließlich 16 aus dem Vertriebsnetzwerk CPE Bachs, miteinander: 

  • Tschechien: Prag (CPE Bach)
  • Sachsen: Pirna (CPE Bach), Dresden (CPE Bach), Meißen, Torgau   
  • Sachsen-Anhalt: Wittenberg (CPE Bach), Dessau (CPE Bach), Zerbst (CPE Bach), Barby (CPE Bach), Magdeburg (CPE Bach), Tangermünde, Stendal (CPE Bach), Havelberg (CPE Bach)
  • Brandenburg: Bad Wilsnack, Lenzen
  • Mecklenburg-Vorpommern: Boizenburg, Ludwigslust (CPE Bach)   
  • Niedersachsen: Lüneburg (CPE Bach), Stade (CPE Bach), Otterndorf (CPE Bach), Cuxhaven 
  • Schleswig-Holstein: Glückstadt, Itzehoe (CPE Bach), Rellingen, Meldorf, Helgoland   
  • Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburg (CPE Bach)

Die Auswahl der 27 Stationen zwischen Prag und Helgoland bildet gleich einer Perlenschnur eine musikalische Reise entlang der Elbe, getragen von der österlichen Idee der Dreieinigkeit, dem Symbol für Vater, Sohn und Heiligen Geist. Inspiriert von Johann Sebastian Bachs Orgelmesse mit ihren 27 Teilabschnitten (3x3x3) verbindet sich hier Raum, Zeit und Klang zu einem großen Ganzen. Die Jahreszahl 2027 spiegelt diese Idee auf besondere Weise wider: Sie trägt die 27 bereits in sich und wird so selbst zum Resonanzraum dieser trinitarischen Vision. Drei Ebenen des Erlebens – Geschichte, Gegenwart und Inspiration – verschmelzen zu einem Festival, das weit über einzelne Konzerte hinausweist. Die Auswahl der 27 Konzertorte aus 73 möglichen Städten und Dörfern entlang der Elbe folgte dabei ihrer herausragenden kulturhistorischen Bedeutung im Kontext des 18. Jahrhunderts, der Wirkungszeit Bachs und seiner Söhne sowie der Beteiligung aller mit dem geografischen Verlauf der Elbe stehenden Bundesländer. 

Ergänzende Informationen zum Elbe-Radweg finden Sie hier.

 

Elbe Karte
Elbe
Prag, Dresden, Hamburg: lebendige Kulturachsen des 18. Jh.

Der Austausch zwischen den Musikern dieser drei Städte war europäisch und weltoffen:

  • Johann Sebastian Bach und den in Prag ausgebildeten und am Dresdner Hof wirkenden Jan Dismas Zelenka verband eine enge Freundschaft; beide schätzten die kompositorische Tiefe des anderen und standen im lebhaften Austausch. 
  • Georg Philipp Telemann, Reinhard Keiser, Johann Mattheson Mattheson und Georg Friedrich Händel formten Hamburg zu einer der innovativsten Musikmetropolen Europas – kosmopolitisch, hanseatisch, experimentierfreudig.
  • Neben Johann Georg Pisendel, Johann David Heinichen, Jan Dirmas Zelenka und Antonio Lotti prägte vor allem der in Bergedorf bei Hamburg geborene Johann Adolph Hasse 30 Jahre als Hofkapellmeister das faszinierende internationale Musikleben am Dresdner Hof, einer der glänzendsten Opern- und Orchester-Hotspots Europas. 
  • Johann Sebastian Bach, den eine Freundschaft mit Hasse und dessen Frau, der italienischen Operndiva Faustina Bordoni verband, reiste zusammen mit seinen Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel mehrfach von Leipzig nach Dresden, um dort Hasses Opernaufführungen zu erleben. Von 1733-1746 wirkte Wilhelm Friedemann dann als Organist der Dresdner Sophienkirche und Carl Philipp Emanuel war von 1768-1788 als Hamburger Musikdirektor und „der große Bach“ eine europäische Berühmtheit.

Dieses dichte Netzwerk bildet das historische Vorbild des Osterprojekts: Musik als grenzenloses Gespräch – über Territorien, Religionen und politische Systeme hinweg.

Ludwigslust2
Ludwigslust
Hamburg Elbphilharmonie I Stock
Hamburg©istock
Architektur, Orgeln & Klangräume europäischen Formats

Entlang der Elbe entfaltet sich ein Panorama europäischer Kulturdenkmäler ersten Ranges:

  • Große gotische Kathedralen und Dome in Prag, Magdeburg und Meißen – erbaut nach französischen Vorbildern, die mitteldeutschen gotischen Stadtkirchen u.a. von Pirna, Torgau, und Wittenberg sowie die im Stil der norddeutschen Backsteingotik errichteten Hauptkirchen von Lüneburg und Hamburg.
  • Barocke Kirchen wie St. Nikolaus in Prag, die Frauen- und Hofkirche in Dresden sowie die Hauptkirche St. Michaelis in Hamburg.
  • Burgen und Schlösser aus Gotik, Renaissance und Barock u.a. in Prag, Mělník, Königstein, Pirna, Großsedlitz, Pillnitz, Dresden, Moritzburg, Meißen, Diesbar-Seußlitz, Hubertusburg, Torgau, Ludwigslust, Agathenburg und Ritzebüttel (Cuxhaven)
  • Kunstvolle Orgeln u.a. von Gottfried Silbermann, Zacharias Hildebrandt, Joachim Wagner, Hans Scherer, Arp Schnitger, Dietrich Christoph Gloger, Antonius Wilde und Johann Hinrich Klapmeyer - klingende Monumente des 16-18. Jh., die heute zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO zählen.
  • Das Stände-Theater Prag, in dem Mozart seinen „Don Giovanni“ erstmals aufführte, ist ein Zeitzeuge klassizistischer Opern- & Theaterbauten. Die Semper-Oper in Dresden sowie die Hamburgische Staatsoper stehen für europäische Opernkultur, die auf dem Geiste des 17. und 18. Jh. (Dresdner Hofoper & Hamburger Gänsemarktoper) aufbaut.

Die Elbe wird so zur Achse einer historischen Klanggeografie, die 2027 neu zum Leuchten kommt.

Helgoland: Magische Insel in der Nordsee und Freiheitssymbol

Das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest schließt ganz bewusst auch Helgoland mit ein, jene rote Felseninsel mitten im Meer, die wie eine natürliche Kathedrale aus Stein, Gischt, Wind und Horizont wirkt. In der Inselkirche spielte mehrfach der große russische Pianist Swjatoslaw Richter u.a. Werke von Bach. Helgoland steht für Freiheit, Weite, Weltoffenheit – jene maritime Haltung, die Hamburg als „Tor zur Welt“ über Jahrhunderte geprägt hat. Die Nordsee als lebendiger Kulturraum, als Handelsweg, als historische Kommunikationsader – und als Metapher für ein Europa ohne mentale Grenzen.

Helgoland I Stock

Wie einst die Hanse wirkt das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027 über Ländergrenzen hinweg: als Netzwerk von Orten, Kulturinstitutionen, Menschen und kreativen Ideen. Es verbindet Osterbotschaft, Musik, Geschichte, Architektur, Landschaft und europäische Identität zu einem einzigen großen, grenzüberwindenden Narrativ. Es schafft Denk- und Freiheitsräume, macht historische Kultur- und Klangräume erlebbar und zeigt, wie Musik Demokratie, Dialog und Aufklärung sinnlich erfahrbar machen kann. Das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027 wird so zu einem europäischen Kulturleuchtturm, einem Dachprojekt der Verständigung und einem künstlerischen Appell für eine offene, gemeinsame Zukunft – im Geiste der Bach-Familie, der Aufklärung und der Vernetzungsideale der Hanse.

 

Konzerte & Projekte


26.03.27 | Dresden, Kreuzkirche
Bach: Johannes-Passion | Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Martin Lehmann

28.03.27 | Dresden, Kreuzkirche
Bach: Auszüge aus der H-Moll-Messe | Dresdner Kreuzchor, Dresdner Barockorchester, Kreuzkantor Martin Lehmann

28.03.27 | Hamburg, Elbphilharmonie
JS & CPE Bach: Orchesterwerke & Magnificat | CPE.Bach.Chor.Hamburg, Hamburg.Baroque,
Hansjörg Albrecht

28.03.27 | Hamburg, Kirchen, Plätze und Konzertsäle
Hamburg singt & musiziert: Bach

 

Hamburg Hafen I Stock
Hamburger Hafen©istock