


Anlässlich der drei Jubiläen initiiert im Stil und Geist ihres Namensgebers die 2023 gegründete CPE.Bach.Akademie.Hamburg (Schirmherr: Ton Koopman) mit dem fünftägigen Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest von Gründonnerstag bis Ostermontag (25.-29.3.2027) ein einzigartiges Kultur- und Vernetzungsprojekt. Entlang der Elbe, einem der geschichtsträchtigsten und längsten Flüsse Europas – von Prag über Dresden, Magdeburg und Hamburg bis zur Nordsee – verbindet dieses erste länderübergreifende Ostermusikfest, welches im Rahmen des 5. Internationalen Bachfestes Hamburg stattfindet, historische Klangräume, Orte der Reformation und Gegenreformation, Prachtarchitektur aus der Zeit der Gotik, Renaissance und des Barock, fantastische Natur und das Element Wasser zu einem beeindruckenden europäischen Kulturraum. Inspiration zu diesem partizipativen Musikfest ist – neben den drei Jubiläen – die Sichtbarmachung Carl Philipp Emanuel Bachs von London bis Moskau im 18. Jahrhundert aufgebauten Vertriebssystem für seine Kompositionen und Lehrbücher, von dem allein 16 Orte an der Elbe liegen.
Dieses Visions-Projekt mit der universalen Musik von Johann Sebastian Bach und seiner vier Söhne, welche mit ihrer von Empfindsamkeit sowie Sturm & Drang gepägten Musik die Wiener Klassik vorbereitet haben, zeigt, dass wir Menschen – ungeachtet von unterschiedlichen Denkweisen und Kulturen – miteinander im gegenseitig wertschätzenden Dialog, im gemeinsamen Erleben und Reflektieren sein können, wenn wir es wollen. Was unsere Ohren und Augen erreicht, verwandelt auch unser Herz und berührt unseren Geist. Im Sinne des Osterfestes, welches für Neubeginn, Hoffnung und transzendente Erneuerung steht, entfaltet sich ein Projekt, das Brücken baut zwischen Jahrhunderten, Ländern, Kulturen und Menschen.


Diese musikalische Reise entlang der Elbe verbindet 27 Orte, einschließlich 16 aus dem Vertriebsnetzwerk CPE Bachs, miteinander:
Die Auswahl der 27 Stationen zwischen Prag und Helgoland bildet gleich einer Perlenschnur eine musikalische Reise entlang der Elbe, getragen von der österlichen Idee der Dreieinigkeit, dem Symbol für Vater, Sohn und Heiligen Geist. Inspiriert von Johann Sebastian Bachs Orgelmesse mit ihren 27 Teilabschnitten (3x3x3) verbindet sich hier Raum, Zeit und Klang zu einem großen Ganzen. Die Jahreszahl 2027 spiegelt diese Idee auf besondere Weise wider: Sie trägt die 27 bereits in sich und wird so selbst zum Resonanzraum dieser trinitarischen Vision. Drei Ebenen des Erlebens – Geschichte, Gegenwart und Inspiration – verschmelzen zu einem Festival, das weit über einzelne Konzerte hinausweist. Die Auswahl der 27 Konzertorte aus 73 möglichen Städten und Dörfern entlang der Elbe folgte dabei ihrer herausragenden kulturhistorischen Bedeutung im Kontext des 18. Jahrhunderts, der Wirkungszeit Bachs und seiner Söhne sowie der Beteiligung aller mit dem geografischen Verlauf der Elbe stehenden Bundesländer.
Ergänzende Informationen zum Elbe-Radweg finden Sie hier.

Der Austausch zwischen den Musikern dieser drei Städte war europäisch und weltoffen:
Dieses dichte Netzwerk bildet das historische Vorbild des Osterprojekts: Musik als grenzenloses Gespräch – über Territorien, Religionen und politische Systeme hinweg.


Entlang der Elbe entfaltet sich ein Panorama europäischer Kulturdenkmäler ersten Ranges:
Die Elbe wird so zur Achse einer historischen Klanggeografie, die 2027 neu zum Leuchten kommt.
Das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest schließt ganz bewusst auch Helgoland mit ein, jene rote Felseninsel mitten im Meer, die wie eine natürliche Kathedrale aus Stein, Gischt, Wind und Horizont wirkt. In der Inselkirche spielte mehrfach der große russische Pianist Swjatoslaw Richter u.a. Werke von Bach. Helgoland steht für Freiheit, Weite, Weltoffenheit – jene maritime Haltung, die Hamburg als „Tor zur Welt“ über Jahrhunderte geprägt hat. Die Nordsee als lebendiger Kulturraum, als Handelsweg, als historische Kommunikationsader – und als Metapher für ein Europa ohne mentale Grenzen.

Wie einst die Hanse wirkt das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027 über Ländergrenzen hinweg: als Netzwerk von Orten, Kulturinstitutionen, Menschen und kreativen Ideen. Es verbindet Osterbotschaft, Musik, Geschichte, Architektur, Landschaft und europäische Identität zu einem einzigen großen, grenzüberwindenden Narrativ. Es schafft Denk- und Freiheitsräume, macht historische Kultur- und Klangräume erlebbar und zeigt, wie Musik Demokratie, Dialog und Aufklärung sinnlich erfahrbar machen kann. Das Bach.Elbe.Meer.Ostermusikfest 2027 wird so zu einem europäischen Kulturleuchtturm, einem Dachprojekt der Verständigung und einem künstlerischen Appell für eine offene, gemeinsame Zukunft – im Geiste der Bach-Familie, der Aufklärung und der Vernetzungsideale der Hanse.
26.03.27 | Dresden, Kreuzkirche
Bach: Johannes-Passion | Dresdner Kreuzchor, Dresdner Philharmonie, Kreuzkantor Martin Lehmann
28.03.27 | Dresden, Kreuzkirche
Bach: Auszüge aus der H-Moll-Messe | Dresdner Kreuzchor, Dresdner Barockorchester, Kreuzkantor Martin Lehmann
28.03.27 | Hamburg, Elbphilharmonie
JS & CPE Bach: Orchesterwerke & Magnificat | CPE.Bach.Chor.Hamburg, Hamburg.Baroque,
Hansjörg Albrecht
28.03.27 | Hamburg, Kirchen, Plätze und Konzertsäle
Hamburg singt & musiziert: Bach
